Reduktion
Der runde Citrin im Sonnen-Schliff bildet klar den Mittelpunkt dieser Komposition. Alles ordnet sich seiner Wirkung unter: Die schmale Ringschiene, sie dient ihm nur als Träger. Seine Fassung, sie ist nur der Hintergrund, von dem sich seine helle Strahlkraft absetzt, und geht fließend in den Citrin über. Die mattierten Flächen des Ringes unterstreichen den Anspruch des Citrins das Hauptmotiv dieser Komposition zu sein. Auf Wunsch ist dieses Modell auch mit anderen Farbedelsteinen lieferbar.
Der Citrin
Das auffälligste Merkmal des Citrins ist sicherlich seine hellgelbe bis leicht grünliche Färbung. Sein Name leitet sich daher auch vom lateinischen Wort citreum, zu deutsch Zitrone, ab. Der Citrin gehört zur Familie der Quarze. Die größten natürlichen Vorkommen befinden sich in Argentinien, Birma und Brasilien. Je nach Herkunft des Citrins und Ursache der Färbung kann der Farbton eines Citrins von blassem grünlichen Gelb über Orange bis zu einem leicht bräunlichen Ton variieren. Natürliche Citrine sind sehr selten und schimmern je nach Blickwinkeln in einem leicht anderen Ton. Man spricht hierbei von Pleochroismus.
Citrine werden oft auch fälschlicher Weise als Topas oder Goldtopas bezeichnet. Bei den meisten im Handel befindlichen Citrinen handelt es sich nicht um natürliche Citrine, sondern um speziell behandelte Amethyste.
Der ewige Mythos "Gold"
Schmuck und insbesondere Gold ist seit je her Ausdruck für den Wunsch der Menschen nach der Nähe zu den Göttern, nach ihrer Unsterblichkeit, gewesen und schon immer wurden dabei tatsächlichen Eigenschaften des Goldes wie z.B. seine Beständigkeit und sein Glanz mit fiktiven vermengt. Noch heute assoziieren wir mit Gold die tatsächlichen Schätze der alten Inkas genauso wie das sagenumwobene Eldorado, die Stadt aus Gold, die tief im Inneren von Südamerika liegen soll.
Viele Abenteurer glaubten fest an diese und andere Mythen und ihr Glück, doch nur wenige fanden auf ihren Weg tatsächlich das ersehnte Gold. Die Namen der meisten Schatzjäger sind nun schon lange verblasst, doch Ihre Reisen beflügeln unsere Phantasie noch heute. Ein Abenteuerfilm, in dem Gold keine Rolle spielt? Undenkbar, denn Gold ist und bleibt für uns ein Schatz - und ein Mythos.
Was macht Gold so kostbar?
Gold wird hauptsächlich in Südafrika, Australien und den USA gefördert, doch dieses Gold deckt bei weitem nicht den aktuellen Bedarf, weshalb der Goldpreis in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen ist. Im Januar 1980 erreichte der Goldpreis angesichts verschiedener internationale Krisen mit 850 US-Dollar pro Unze (etwa 31,1 Gramm) seinen für folgende Jahrzehnte höchsten Stand, der erst Anfang 2008 wieder überboten werden konnte.
Der Goldpreis bezieht sich ausschließlich auf 999 Feingold, was von Goldschmieden gern auch als 3-N-Gold bezeichnet wird und einen Reinheitsgrad von 99,9 Prozent hat. Der aktuell technisch mögliche Reinheitsgrad liegt bei 99,999 Prozent.
Gold als moderner Werkstoff
Aufgrund seiner geringen Härte und hohen Dehnbarkeit, lässt sich Gold leichter als andere Metalle verarbeiten. Diese Eigenschaft macht Gold nicht nur für die Herstellung von Schmuck, sondern auch für die Produktion von Computer-Chips äußerst attraktiv. Aus einem Gramm Gold lassen sich bis zu 150 Meter Bonddraht gewinnen, der die sichtbaren Anschlüsse, die so genannten Pins, mit den Anschlüssen im Inneren des Chips verbindet. Auch für die Veredelung von Keramik und Glas wird bevorzugt Gold eingesetzt, da Gold überaus korrosionsbeständig ist.